Taufe Jesu

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Taufe Christi (Gemälde von Martin Johann Schmidt)
23 nach Christus

Tod von König Juba II. (Josef); Ptolemaeus (Jesus) wird König von Mauretanien


TAUFE JESU

Johannes der Täufer



Markus-Evangelium: In jenen Tagen kam Jesus von Nazareth nach Galiläa und liess sich von Johannes im Jordan taufen. Und sogleich, als er wieder aus dem Wasser stieg, sah er, wie der Himmel sich teilte und der Geist gleich einer Taube auf ihn herabschwebte. Eine Stimme erscholl aus dem Himmel: «Du bist mein geliebter Sohn; an dir habe ich Wohlgefallen.»

Matthias Schulz: «Es war diese Angst um das eigene kulturelle Erbe, die das Volk in Unruhe versetzte - und Johannes dem Täufer die Massen zutrieb. Fernab, in der Wüste von Peräa, bot Jesu Lehrmeister ungefähr ab 27 n. Chr. ein Entsühnungsbad im Jordan an. (…) Tausende kamen anmarschiert. (…) Auch Jesus stiess zu dem Asketen. Knietief im Wasser stehend, verkündete der Täufer das nahe Gottesgericht, gedacht als Generalabrechnung mit dem Bösen.»

Als sein Vater Juba II. im Jahr 23 n. Chr. stirbt, folgt ihm Ptolemaeus auf den Thron von Mauretanien. Die «Krönung» eines Königs in der Antike erfolgt durch eine rituelle Salbung. Das Ritual soll dem Herrscher göttliche Gnade und einen herausgehobenen Status unter den Menschen verleihen, ihm aber auch vor Augen führen, dass er seine Macht wiederum Gott verdankt.