Irak (3. Jh.)

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Bild von Eugène Fromentin (1820-1876)

PARTHERREICH (3. JH. V. CHR. BIS 3. JH. N. CHR.)

SASSANIDENREICH (UM 224 BIS UM 642 N. CHR.)

Das Sassanidenreich ist das zweite persische Grossreich, das sich in der Spätantike etwa über die Gebiete der heutigen Staaten Iran und Irak sowie einige ihrer Randgebiete erstreckt. Es existiert zwischen dem Ende des Partherreichs und der arabischen Eroberung Persiens, also von 224 bis zur Schlacht von Nehawend im Jahr 642 beziehungsweise bis zum Tod des Grosskönigs Yazdegerd III. im Jahr 651.
Das Sassanidenreich, das in der Forschung gelegentlich auch als Neupersisches Reich bezeichnet wird, ist über Jahrhunderte hinweg eine bedeutende Grossmacht und ein Rivale des römischen bzw. des oströmischen Reiches. Ausser kriegerischen Auseinandersetzungen gibt es aber auch zahlreiche friedliche Kontakte zwischen Römern und Sassaniden, die sich in vielerlei Hinsicht gegenseitig beeinflussen.
Der Name des Reiches leitet sich von der letzten vorislamischen persischen Dynastie der Sassaniden (richtiger: Sasaniden) ab. Diese wiederum führen ihre Herkunft auf einen historisch kaum fassbaren Stammvater zurück, einen gewissen Sasan, der laut den Angaben später Quellen um 200 n. Chr. Oberpriester im Tempel der Anahita in Istakhr gewesen ist. Mit sehr wenigen Ausnahmen (erster Fall: Bahram Chobin 590) gehören bis zum Schluss sämtliche Könige der Familie der Sassaniden an.