Der junge Kronprinz von Mauretanien

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Lukas erzählt als einziger der Evangelisten von dem zwölfjährigen Jesus im Tempel. Mutter Maria macht Jesus Vorwürfe; sein Vater Joseph steht daneben und schweigt. Eher untypisch, wenn man sich die patriarchalen Familien vor Augen führt.

War Jesus ein Königssohn? Dazu ein wohl sehr bekannter, beliebter, charismatisch und weise, keine Angst vor dem Tempel und immer unterwegs. War er, wie die Juden sagen, ein Galiläer, ein Hurensohn? War er ein Römer königlichen Geblüts? War er ein Ägypter griechischer Herkunft? War er ein Maure mit römischen Wurzeln?

Wer machte aus Jesus später den armen Juden aus Nazareth? Wozu? Wie kam es zu der Hochstilisierung „Erlöser“ und zur grenzenüberschreitenden Berühmtheit, noch bevor Rom das Geschehen in den Griff bekommt und diesen Jesus (nolens volens?) zum Christus kürt? Sind die von Rom verbotenen alten Schriften (z.B. auch die aus Nag Hammadi) Verherrlichungen seiner charismatischen und mutigen Persönlichkeit und zu gefährlich für Rom?

Dieser Jesus muss historisch Spuren hinterlassen, die ihn als den ersehnten Erlöser weit und breit so populär machen, dass selbst Rom dagegen machtlos ist und ihn «umfunktioniert» für ihre brutal-weltliche Macht-Kirche.

Jesus lehrt gegen das herrschsüchtige Regime und für das Volk; er bezieht offen Stellung. Sonst wäre er nicht der «Erlöser» (Nag Hammadi)! Sonst würde Rom auch nicht die urchristlichen Lehren bei den verschiedenen Völkern verbieten, verbrennen und Besitzer derselben hinrichten. Rom lässt vieles aus der Lehre Jesu vernichten. Die Inquisition geht da ganz brutal vor. Das erste Inquisitionsopfer ist ein Bischof aus Spanien. Er wird in Trier, dem «Zweiten Rom», hingerichtet, weil er die neue Lehre Roms nicht predigt, sondern noch die alte, wohl echte Lehre des «Erlösers»?

Ich habe jetzt etwas vorgegriffen: Noch befinden wir uns ungefähr im Jahr 5 n. Chr. und der zwölfjährige Jesus, der den Lehrern im Tempel Fragen stellt, ist sicher von Philon von Alexandria und Hillel inspiriert. Wenn Jesus von königlichem Geblüt ist, so geniesst er sicher auch die beste Ausbildung, kennt die schärfsten Denker und mächtigsten Leute seiner Zeit. Kennt er Philon von Alexandria persönlich, als er mit seinem Vater in Ägypten gewesen ist?